Tränen

Es gibt Tränen der Traurigkeit, Angst, Wut, Erleichterung, Freude und auch des Schmerzes. Warum weinen wir überhaupt?


Wenn wir von Etwas betroffen oder überwältigt sind, fliessen die Tränen. Wir offenbahren es nicht gerne, da es uns verletzlich zeigt. Tränen haben kein gutes Image und deshalb werden sie oftmals unterdrückt. Weinen wird auch als Ausdruck einer gewissen Hilflosigkeit angesehen. Wenn wir weinen, befinden wir uns in einer Situation, wo wir die Kontrolle verloren haben. Wir sind überfordert. Tränen spiegeln tatsächliche Empfindungen wieder. Es kommt darauf an, wie viel Gefühl wir zulassen. Wenn wir weinen ist es uns peinlich, wir schämen uns für die vermeintliche Schwäche. Auch das Gegenüber kann sich peinlich berührt fühlen. Tränen von Anderen sind für uns schwer ertragbar.


Wir kennen Sie alle, die Sprüche: "ein Indianer kennt keinen Schmerz". Oder Wörter wie Memme, Heulsuse oder hysterisches Weib werden mit Tränen verbunden. Es gibt auch ein Lied über Tränen: "ig ha ä Träne, i de Ouge...." von Francine Jordi und Florian Ast, dass ich sehr schön finde.


Rein wissenschaftlich gesehen, ist das Weinen eine ursprüngliche Kommunikationsform, die also Jeden anspricht.


Und wisst Ihr was? Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Weinen kann!


Ich finde, weinen reinigt Herz und Seele. Man befreit sich von aufgestauten Gefühlen, sind sie freudiger oder schmerzlicher Natur. Ist ja eigentlich eine grossartige Einrichtung oder?


Es ist schwerer, eine Träne zu stillen,

als tausend zu vergiessen.

alter Spruch

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Kommentare: 2
  • #1

    Yiga (Samstag, 28 März 2015 20:28)

    Hey Ela

    I finges schön vo Dir söttigs z läse!! Es isch war, Träne wärde vo viune nid akzeptiert oder aus Schwächi agluegt oder sogar aus Druckmittu, u das aus nume wöu si mit der Situation überforderet sii. Wenn ig nid darf Träne vergiesse würd ig platze vor emotionellä Schmärze. Wemä sini Gfüel, Truur oder Enttüschig nid in Wort cha fasse, isch das die einzigi Möglichkeit dä Druck im Härze z löse. I wünsche jedäm Mönsch, as er cha u darf dä Träne freie louf la, in Truur, Freud, Glück, i jeder Situation wos der Seelä hiuft u guet tuet!!

  • #2

    Manu (Sonntag, 29 März 2015 09:56)

    Liebe Yiga
    Danke für Deine Gedanken zum Thema "Tränen/Weinen". Da sprichst Du sicher vielen aus dem Herzen, was Du da sagst, bzw. schreibst. In unserer Gesellschaft stehen wir oftmals unter Druck und dürfen meist nur im Versteckten unseren Gefühlen (mit Tränen) freien Lauf lassen. Ich hoffe, wir lehren nach und nach offener und toleranter in unserer Gesellschaft zu leben. Zu sein und zu bleiben wie man sich fühlt und ist....